In der Scheune des Museums steht nicht nur die „Halter-Mühle“ aus dem Rehag, sie wurde in Betrieb gesetzt, jedoch ohne Körner zu mahlen, sondern auch eine weitere uralte Mühle. Am Mühlentag stand zudem im Freien eine alte Handmühle zum Mahlen selber mitgebrachter oder vom Museum zur Verfügung gestellter „Törggakörner“. Wer diese Mühle betätigte, stellte bald fest, dass das von Hand Mahlen nicht ohne Kraftanstrengung geht und nicht nur sehr feines Mehl in die Holzschubladen rieselt, sondern, dass dabei auch viel grobes „Material“ anfällt. Für einen Ribel musste deshalb vor langer Zeit das Gemahlene noch gesiebt werden. Der Rest wurde den Hühnern oder Schweinen verfüttert, die diese Köstlichkeit mit Hochgenuss genehmigten. Am Mühlentag konnte zudem die Ausstellung „Schule Kobelwald“ besichtigt und in Carmen’s Museumsbeizli die Gemütlichkeit bei feinem Gebäck gepflegt werden. rz

Der Schweizer Mühlentag, Samstag, 16. Mai, wird organisiert von der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde. Über 80 historische Mühlen und Wasser betriebene Sägereien öffnen am Mühlentag ihre Türen. Mit dabei ist einmal mehr auch das Museum Rothus.

Ein Mahlgang und ein Walzenstuhl aus dem Mühlen- und Sägeweiler Rehag (beim Hirschensprung) sind im Museum ausgestellt. Die damals durch ein Wasserrad betriebene Mühle und später unweit versetzt sowie elektrifizert stand dort bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Gebrauch. Zuletzt wurde noch Törgga gemahlen. Im Museum Rothus wurde sie 1976 funktionstüchtig installiert und von einem Elektromotor (1920er Jahre) angetrieben. Nebst dieser Mühle ist das Museum im Besitz einer kleinen Steinmühle und einem Walzenstuhl, beide handbetrieben.

„Der Läuferstein der Halter-Mühle läuft wieder, er wurde kürzlich in Stand gesetzt“, sagt Museumsleiterin Silke Schlör. Am Mühlentag, Samstag, 16. Mai, kann von 14 bis 17 Uhr Törgga gemahlen werden. Wer eigene Körner hat, kann sie mitbringen und gleich vor Ort mahlen. Carmen’s Museumsbeizli ist am Mühlentag geöffnet. rz