Am kommenden Sonntag, 23. Oktober feiert das Museum den Abschluss der Saison und die Vinissage der Ausstellung „Metallkünstler zu Gast im Museum Rothus“. Zum letzten Mal werden die anspruchsvollen Objekte von Marcel Ammann, Raphael Ammann, Guido Benz, Edgar Büchel, Andreas Buschor, Ursula Cristuzzi, Christoph Friedrich, Hubert Müller, Spallo Kolb, Silvan Köppel und Daniel Stiefel in einer Ausstellung zu sehen sein.

Neben dem Balgacher Gudio Benz, der an dieser Stelle schon vorgestellt wurde, wird auch der gelernte Mechaniker Edgar Büchel aus Balzers anwesend sein. Vor über 15 Jahren hat er mit der Kunst des Recyclings begonnen. Er verschweisst Fundstücke aus Stahl zu neuem Leben. In völliger Selbstverständlichkeit erhalten die ausgedienten Teile einen neuen Zweck, als hätten diese nie eine andere Bestimmung gehabt. So sind bis heute etliche Objekte mit unterschiedlichen, äusserst eindringlichen Charakteren entstanden.

Das Museumsbeizli ist ebenso geöffnet und verwöhnt die Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten. Familien mit Kindern können mit einem Detektivspiel auf die Suche nach dem Schatz vom Wichenstein gehen. Das Museum ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet und der Eintritt ist wie immer frei.

Am Sonntag, dem 9. Oktober, ist das Museum Rothus in Oberriet mit seiner Ausstellung der Metallkünstler geöffnet. Diesmal stehen die Künstler Christoph Friedrich, Guido Benz, Silvan Köppel und Daniel Stiefel im Mittelpunkt und werden auch anwesend sein.

Der dipl. Schmiedemeister Christoph Friedrich schmiedet in der alten Hammerschmiede in Sennwald. So prägen nicht nur seine Vorstellung und seine Hände die Arbeiten, sondern auch die „archaische“ Einrichtung seiner Umgebung beeinflusst das Ergebnis und inspiriert ihn. Dadurch erscheinen vielleicht einige seiner Arbeiten in der Gestaltung einfach, schnörkellos, klar und geradlinig. Dies ist bewusst so und es fordert ihn, in der Gestaltung einfach zu bleiben. Auch wenn viele Formen durch Wortspiele entstehen, ermöglichen sie dem Betrachter dennoch Freiheit für eigene Gedanken.

Der Eisenplastiker Silvan Köppel und der Zeichner/ Maler Daniel Stiefel begleiten seit Jahren mit ihrem gemeinsamen Projekt AVANTUS.ch das weltweite Anwachsen von Mauern und Zäunen. Die tonnenschweren Eisen-Betonwände mit ihren signifikanten Transportlaschen sind schon an verschiedenen Orten im Rheintal und in St. Gallen gesehen worden und wer kennt nicht Köppels monumentalen eisernen Baum in Altstätten!

Die vordergründige Installation „Am anderen Ende meiner Heizung“ im Museum Rothus weist auf katastrophische Energiegewinnungsmethoden hin, die unserem sorglosen Verbrauch gegenüber stehen. Ein alter Heizungsradiator, Zeuge der überholten Wärmegwinnung aus Erdöl, steht vor einem Bild, das eine brennende, sinkende Ölplattform zeigt. Die Frage, die Köppel und Stiefel mit ihrer Installation stellen, ist die nach Heizungsregler und Feuerball, Ursache und Wirkung, Freiheit und Verantwortung.

Das Museum ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die nächste und letzte Möglichkeit die Ausstellung zu besichtigen ist am 23. Oktober, gleichzeitig mit dem Saisonabschlussfest.