Anfangs Mai trafen sich die Mitglieder des Museumsvereins Oberriet zu ihrer Mitgliederversammlung. Präsident Alfons Ammann führte speditiv durch die Sitzung. In seinem Grusswort führte er die Bedeutung des aktiv erlebbaren Museumsbesuchs aus. Es sei eine Herausforderung für die Museen, dass die Vermittlung durch Interaktion mit den neuen Medien geschehe und so auch die Objekte ihre Geschichten erzählen können.

Er würdigte die langjährige Arbeit des verstorbenen Kassiers Emil Zeller. Kurz vor seinem Tod hat er ihm die Unterlagen des Kassieramts überreichen können, die bis zuletzt vorschriftsmässig und gewissenhaft geführt waren. Angelo Bont, der das Kassieramt interimsmässig übernahm, dankte der Präsident für seine mehrjährige Mitarbeit in verschiedenen Funktionen im Vorstand. Die Arbeit von Rösli Zeller wurde ebenfalls verdankt. Sie hat über viele Jahre die Pressearbeit des Museums übernommen.

Im Anschluss berichtete Fabio Wegmüller, der Projektleiter der Ausgrabung des Abris im Unterkobel Oberriet, in einem öffentlichen Vortrag über die neusten Forschungsergebnisse.

Mehr als 3.000 Scherben, die insgesamt etwa 21 kg wiegen, fast 20.000 Knochenfragmente, die ganze 28 kg wiegen und mehr als 700 Steinartefakte geben Aufschluss über Besiedlung und Ernährung der Menschen zu jener Zeit. So diente der Felsvorsprung (Abri) schon in der Jungsteinzeit als Unterstelle für das Vieh. Dies konnte durch den Nachweis von Tierdung  bei der Untersuchung der Aschebänder festgestellt werden.

Am Freitag, 5. Mai um 19 Uhr startet der Museumsverein Oberriet in der Aula des OZ Oberriet mit seiner Mitgliederversammlung in die neue Saison. Anschliessend um 19.30 Uhr wird der Projektleiter des Auswertungsprojekt Abri Unterkobel Fabio Wegmüller über die Grabung und die Ergebnisse der laufenden Forschung berichten und einen Einblick in die (Ur-)Geschichte des Rheintals über die letzten 10'000 Jahre geben.

In den Jahren 2011 und 2012 wurde im Gebiet der Deponie König die archäologische Fundstelle Abri Unterkobel ausgegraben und erforscht. Das 5 Meter mächtige Schichtpaket im Abri birgt ein umfangreiches Archiv an verschiedenen Zeugnissen dem Zeitraum zwischen 10'000 Jahren vor heute bis 300 n. Chr.  Seit 2014 werden die archäologischen Funde und verschiedene naturwissenschaftliche Proben in einem Forschungsprojekt untersucht, um mehr über das Leben und die Umwelt der prähistorischen Menschen herauszufinden.

Dieser Vortrag ist öffentlich und auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.

Am Dienstg, 9. Mai startet unsere Ausstellung mit dem ersten Teil „Rhyholzer“ und „Schüler entdeckit da Rhy“ mit einer Vernissage um 19 Uhr im Gemeindemuseum.

Anlass für dieses Thema gibt das 125jährige Bestehen der Internationalen Rheinregulierung.

Verschiedene Klassen aus Montlingen und Oberriet haben sich mit dem Thema „Rhein“ beschäftigt und werden ihre Arbeiten präsentieren. Auch die Werke, welche die SchülerInnen während des Workshops des Ferienspasses im Museum hergestellt haben, werden ausgestellt.

Eugen Baumgartner aus Kriessern, der Chef der Rhyholzer-Vereinigung, wird in das Thema Rheinholzerei einführen und einen Überblick über ihre Tätigkeiten geben.

Anschliessend wird zu einem kleinen Apéro eingeladen.