Am Sonntag hatte das Museum Rothus mit Carmens Museumsbeizli die Türen geöffnet. Aufgrund des schönen Wetters wurde das Spinnen am Spinnrad ins Freie verlegt.

Mit besonderen Aktivitäten machen die Museumsverantwortlichen regelmässig auf das Museum aufmerksam. Am Sonntag zeigte Gabriela Liebrand, wie das Spinnen am Spinnrad vor sich geht. Die passionierte Handarbeiterin, Strickerin und Spinnerin erklärte dieses alte Handwerk und gab bereitwillig Auskunft.

Gabriela Liebrand beschäftigt sich aber nicht nur mit den Themen Wolle, Garne und stricken sondern sie führt in Gams das „Wollcafé“. Ihre Philosophie lautet, sich wohl- und wollfühlen. Der ganzjährige Treffpunkt in Gams steht allen Handarbeitsinteressierten offen. In Kursen können alte Handarbeitstechniken erlernt werden.

Das „Wollcafe“ ist seit letztem September auch in Altstätten an der Obergasse 7 vertreten. Auch dort wird zum Verweilen, zum Fachsimpeln eingeladen. rz

 
 
 
 
 

In der Scheune des Museums steht nicht nur die „Halter-Mühle“ aus dem Rehag, sie wurde in Betrieb gesetzt, jedoch ohne Körner zu mahlen, sondern auch eine weitere uralte Mühle. Am Mühlentag stand zudem im Freien eine alte Handmühle zum Mahlen selber mitgebrachter oder vom Museum zur Verfügung gestellter „Törggakörner“. Wer diese Mühle betätigte, stellte bald fest, dass das von Hand Mahlen nicht ohne Kraftanstrengung geht und nicht nur sehr feines Mehl in die Holzschubladen rieselt, sondern, dass dabei auch viel grobes „Material“ anfällt. Für einen Ribel musste deshalb vor langer Zeit das Gemahlene noch gesiebt werden. Der Rest wurde den Hühnern oder Schweinen verfüttert, die diese Köstlichkeit mit Hochgenuss genehmigten. Am Mühlentag konnte zudem die Ausstellung „Schule Kobelwald“ besichtigt und in Carmen’s Museumsbeizli die Gemütlichkeit bei feinem Gebäck gepflegt werden. rz