Das Museum Rothus in Oberriet hat am Sonntag, 9. Juni von 14 bis 17 Uhr geöffnet und lässt den restaurierten Schmiedehammer laufen. Er stammt aus der Schmiede von Jakob Wüst( Schmead Jokali). Dieses Exemplar ist einmalig, da ihn der Schmied selber aus einer ausgemusterten Stickmaschine gebaut hat. Die Schmiede selber ist heute auch verschwunden, sie stand neben der heutigen Sekundarschule und so erinnert das Schlagen an die vergangenen Zeiten, als der Schmied noch im Dorf gearbeitet hat.

Kinder können mit dem Detektivspiel auf die Suche nach dem Schatz vom Wichenstein gehen. 

Der Eintritt ist frei.

Nach der Begrüssung durch Silke Schlör weckte Dani Stieger grosses Interesse bei der Zuhörerschaft mit seiner Präsentation "Vom Reichshof Kriessern zur Gemeinde Oberriet". Er startete mit den Anfängen seiner eigenen Forschung und stellte dann die verschiedensten Sichten auf die Geschichte der Region dar. Diese waren gespickt mit Beispielen, unterschiedlichsten Abbildungen, verschiedenartigsten Quellen und konkreten Fakten aus der Stieger-Forschung. Der Referent machte die damalige Situation sehr transparent - man fühlte sich hineinversetzt. Alle konnten miterleben was Familiengeschichtsforschung ist!

Grosszügig und offen stellt der Stieger-Forscher seine Informationen zur Verfügung:
- Präsentation zum Vortrag
- Link auf seine Webseite (auch den Zugang zu den Genealogien 'Stieger' bzw. 'Fischer' rechts oben auf der Webseite beachten!)

Abschliessend schilderte Jasmin Stöckli (IGAL-Mitglied) noch kurz, wie sie zur Forschung in Oberriet kam und welche Verknüpfungen es für sie in Oberriet gibt.

Nach dem äusserst interessanten und auch unterhaltsamen Vortrag gönnten sich die Anwesenden auf Einladung der GHGO Kaffee und Kuchen, bevor es gut 16:00 Uhr mit Silke Schlör durch die verschiedenen Ausstellungsräume des Museums ging. Sie ging auf die verschiedenen Räumlichkeiten und teilweise auch die Handlungsabsichten ein und gab auf dem Rundgang einen sehr guten Überblick über die Vergangenheit der Gebäude wie auch der heute darin ausgestellten Schaustücke.

Eine Führung, die den Frühlingsausflug hervorragend abgerundet hat und bei der die Zeit ebenso verflogen ist, wie am früheren Nachmittag!

Heinz Riedener, GHGO

 

 

 

Am Sonntag, 26. Mai wird der Ahnenforscher Daniel Stieger aus Gebenstorf AG von der Genealogisch- Heraldischen Gesellschaft der Ostschweiz um 14 Uhr einen Vortrag zum Thema "Vom Reichshof Kriessern zur Gemeinde Oberriet" halten.

Die sumpfige Rheinebene wurde schon früh besiedelt. In einer Urkunde vom 18. August 1229 wird der «Hof Chriesserun» erstmals erwähnt. Damals vermachte der deutsche König Heinrich VII den Hof dem Kloster St. Gallen. Zwischen 1490 und 1798 war der Hof ein Untertanenland der Eidgenossen. Die Orte Zug, Glarus, Schwyz, Uri, Unterwalden, Luzern, Zürich und Appenzell schickten alle zwei Jahre im Turnus einen Landvogt ins Rheintal. Dennoch gehörte der Hof Kriessern weiterhin dem Kloster. Während der Hofammann im Namen des Abtes fungierte, so wirkte der Landvogtammann in der Gemeinde als Stellvertreter des Landvogts, für den er die Gefälle und Bussen einzog. Nicht alle Ammänner waren leuchtende Vorbilder. Mit der französischen Revolution (1798) erhielten die Rheintaler von der eidgenössischen Tagsatzung die volle Unabhängigkeit. Bis ins 19. Jh. blieb Oberriet sehr landwirtschaftlich geprägt. Der Rhein suchte die Talschaft immer wieder mit schweren Überschwemmungen heim. In den Jahren 1855, 1868, 1871 und 1890 war das Ausmass der «Rhein-Not» besonders gross. Ende des 19. Jh. verliessen viele Bürger das Rheintal und versuchten vor allem in den USA ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Die Rheinkorrektion wurde erst 1865 in Angriff genommen und zog sich bis ins 20. Jh. hinein. Dies war die Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufschwung. Im Rahmen des Vortrags wird auch auf die Quellenlage und auf einige spezielle Aspekte der genealogischen Forschung eingegangen. Dabei dürfen auch einige «Schmankerl» aus den eigenen Arbeiten des Referenten der letzten 15 Jahre nicht fehlen.

Der Eintritt ist frei. Das Museum ist von 14 bis 17 Uhr, das Beizli von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

 

 

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