Saisaoneröffnung mit der Ausstellung "Lebensfarben"

Für die erste Ausstellung der Saison konnten zwei namhafte Kunstschaffende gewonnen werden. Beate Grever stammt aus Köln und der Baske Jose-Luis Narbaiza wohnt im ehemaligen Restaurant Hirschen im Hard. Beiden ist wichtig, Erlebnisse und Geschehnisse der Zeit beim Malen und Zeichnen in Bildern zu verarbeiten.

Jede freie Minute einsetzen

Sein Tatendrang ist gross, nebst der beruflichen Tätigkeit in einem Betrieb in Berneck versucht Jose-Luis Narbaiza sich fast jede freie Minute beim Zeichnen zu entspannen, Geschehnisse zu verarbeiten. Schon immer, bereits als kleines Kind, habe er gerne gezeichnet. Als vor rund zwei Jahren seine Lebenspartnerin nach schwerer Krankheit verstarb, konnte er, und dies bis heute, nur im Zeichnen und Malen Ablenkung finden. Alles, was sich im Laufe eines Tages oder einer Woche ereignet, verarbeitet der aus dem Baskenland Stammende mit Bleistift, Tusche, Acryl-, Aquarell- und Ölfarben. Es sind vorwiegend realistische Bilder, die unter den geschickten Händen entstehen. In der Ratsstube im Rothus stellt er Bleistift- und Tuschzeichnungen aus. Für ihn ist es das erste Mal, dass er sich in der Schweiz zu einer Ausstellung entschlossen hat.

Schwerpunkt liegt auf der Ölmalerei

Die Kölner Künstlerin Beate Grever entstammt einer künstlerisch-musikalischen Familie mit schlesischen Wurzeln. In Deutschland aufgewachsen, konnte sie durch Vetrautheit zu diesen beiden traditionsreichen Kulturen einen besonderen Blick für viele Seiten des Lebens entwickeln. Auf der Basis von Kunst und Kultur erfolgte eine lebenslange Auseinandersetzung innerhalb dieses Spannungsverhältnisses ähnlicher und unterschiedlicher Ansichten und Lebensweisen. Neben ihren Studien des klassischen Gesangs und der Wirtschaftswissenschaften widmete sie sich mit Leidenschaft und Akribie der schöpferischen Tätigkeit auf Papier und Leinwand und verfeinerte ihre Techniken bei Professor Jürgen Knabe in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der abstrakten Ölmalerei. Die Verwendung von klaren, intensiven Farben sowie die Kombination von Techniken und Stilmitteln stehen im Vordergrund und münden bewusst in Stilbrüchen, im Spannungsfeld von Formwerdung und Formauflösung. Ansätze der informellen Kunst werden deutlich.

Auch bei Beate Grever regen immer wieder einschneidende Erlebnisse, Geschehnisse der Zeit und das Leben selbst zum Nachdenken und Umdenken an. Ihr Anliegen ist, dass sie die Betrachter mit ihren Werken zu bewegen und berühren vermag.

Die Ausstellung ist an den Sonntagen, 8. und 22. Mai je von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Jose-Luis Narbaiza ist an beiden Tagen, Beate Grever nur am 8. Mai, anwesend. An beiden Daten wird auch in Carmens Museumsbeizli eingeladen.

 

Kinder sind eingeladen

Ein besonders interessantes Angebot machen die beiden Künstler allen Kindern, die gerne zeichnen oder malen. Am Sonntag, 8. Mai, können sie sich in diesen Tätigkeiten im Museum üben, dabei geben die Künstler ihnen gerne Tipps, und sie werden die Kinder in ihrem Schaffen unterstützen und motivieren, daran zu bleiben und sich weiter zu entfalten. Dieses Angebot ist genauso wie der Eintritt ins Museum unentgeltlich.