Ruedi Schegg - Ein Querschnitt aus seinem reichen Schaffen

Bereits als Primarschüler zeichnerische Talente entwickelt

 

Eine Bilderausstellung mit Werken des vor fünf Jahren verstorbenen Ruedi Schegg wurde mit einer Vernissage im Museum Rothus eröffnet. Überaus zahlreiche Besucher wohnten dem Anlass bei.

Rösli Zeller

Oberriet. Der in der Bäckerei Schegg im Buck in Oberriet aufgewachsene Ruedi Schegg besuchte beruflich viele Länder. Seine Stickereientwürfe waren bei renommierten Häusern sehr begehrt. Der Stickereientwerfer und Kunstmaler habe schon als Primarschüler jede freie Minute beim Zeichnen und Malen verbracht, sagte sein Bruder Fredy Schegg in der Laudatio.

Nahezu 2000 Bilder gemalt

Sein Schaffen war immens. Allein die vielseitige Ausstellung in der Rats- und Lüchingerstube sowie im Estrich vermittelt einen breiten Querschnitt durch Scheggs unermüdliches Zeichnen und Malen. Das Helfen in der Backstube überliess er noch so gerne seinem jüngeren Bruder Fredy (der den elterlichen Betrieb übernahm) oder der älteren Schwester Helen (sie wohnte der Vernissage bei). „Es ist nur ein kleiner Querschnitt, den Interessierte im Museum bestaunen können. Seiner Lebtag hat Ruedi gemalt und gezeichnet, bis zu 2000 Werke sind dabei entstanden“, so Fredy Schegg.  Er und seine Schwester finden, dass die Bilder wunderbar in die Museumsräume passen und bestens zur Geltung kommen. Nach der Ausbildung in St. Gallen reiste der hoch talentierte Berufsmann für seinen Lehrbetrieb nach Malaga. Weitere In- und Auslandaufenthalte folgten. Seine „Stickereien“ waren gefragt. Selbst für Königshäuser und viele Reichbetuchte, sei es in Brunei, Persien, England, Italien oder Frankreich, wurden Scheggs Zeichnungen verwendet. „Ruedi war und blieb ein äusserst einfacher Mensch. Luxus sagte ihm gar nichts. Wein, Käse und Nüsse, liebte er und davon hatte er immer in seinem Atelier auch für Besucher“, blickte Fredy Schegg auf den 2009 verstorbenen Künstler zurück.

Kunst und Kultur

Nur mit dem Ausstellen von alten Gegenständen habe ein Museum keine Überlebenschance. Kunst und Kultur steigere die Attraktivität, hielt Alfons Ammann, Co-Präsident des Museumsvereins in seinem Eröffnungswort fest. Ein örtliches Museum müsse einheimischen Kunstschaffenden Raum bieten und damit Grund schaffen, um es aufzusuchen. Die grosszügige ideelle und finanzielle Unterstützung durch Helen und Fredy Schegg würdigte Ammann.

Die Ausstellung „Ruedi Schegg – Ein Querschnitt aus seinem reichen Schaffen“ ist bis zum Saisonabschluss, 26. Oktober, zugänglich.