Mit Kunst vielfältiges Leben ins Museum bringen

Die Ausstellung mit fünf Oberrieter Kunstschaffenden im Museum Rothus wurde am Freitag mit einer Vernissage eröffnet. Warum Kunst ins Museum gebracht wird, erklärten die Vernissageredner.

Rösli Zeller

Oberriet. In den letzten Jahren stellten Kunstschaffende aus den Dörfern Kriessern, Montlingen, Eichenwies, Holzrhode und Oberriet aus. Weil sich aus Oberriet so zahlreiche Interessierte meldeten, stehen ihnen die Räume des Museums Rothus dieses Jahr nochmals zur Verfügung. Werke von Steinbildhauer Hubert Müller, Zahntechniker „Delio“ Ruedi Kühnis, Rita Wüstiner-Linher, Maria Böhm und Mahsa Bagheri sind bis Saisonabschluss Ende Oktober ausgestellt. Die passende musikalische Umrahmung bot „Monky5“ (Sven Quartier).

 

Der Bogen schliesst sich

Der Frage, weshalb der Museumsvorstand Kunstschaffenden die Möglichkeit zur Ausstellung gibt, ging Co-Präsident Alfons Ammann nach. Nachdem in den letzten Jahren aus allen fünf Dörfern Künstler Objekte ausgestellt hätten, schliesse sich der Bogen. „Das Museum soll längerfristig nicht nur Museum sein, sondern sich genau so für Kunst und Kultur öffnen und engagieren.“ Derartige Ausstellungen aber auch Kulturveranstaltungen bringen, so der Co-Präsident weiter, nicht nur mehr Leute sondern auch mehr Abwechslung und Dynamik in die Räume, als nur mit der Ausstellung von alten Gegenständen.

Die Arbeit der Museumsleiterin mit ihren Helferinnen Lucia Steiner und Bea Thür würdigte Ammann.  

Man sieht’s, man spürt’s

„Was ist Kunst?“ Diese Frage stellte Ortsgemeindepräsident Michael Kolb in seiner Ansprache. „Ist Kunst etwas, das ich nicht kann oder was ist sie eigentlich?“ Über Kunst könne man lange philosophieren. Kolb stellte fest, dass ein Ziel mit Kunstwerken erreicht sei, wenn darüber diskutiert, nachgedacht werde. Er zeigte sich ob der vielfältigen Werke, die in den Räumen des Rothuses ausgestellt sind, erfreut und überrascht. Freude löste bei ihm auch aus, dass die Museumsverantwortlichen den Schritt gewagt haben, mit Kunst vielseitiges Leben in die „Rothus-Räume“ zu bringen. Kolb weiter: „Man sieht’s, man spürt’s, unser Museum lebt.

Das Rothus ist am Sonntag, 14. Juli, von 14 bis 17 Uhr oder nach telefonischer Anmeldung geöffnet.

 

 

-  Die Kunstschaffenden (von li) Rita Wüstiner und „Delio“ (Ruedi Kühnis) im Gespräch mit Kunstinteressierten.

- Monky5 umrahmte die Vernissage mit passenden musikalischen Klängen. Bilder: rz