Den uralten Brauch des Altjohrusschället wurde am Silvesternachmittag in Oberriet, Eichenwies und Montlingen gepflegt. Verantwortliche des Museumsvereins hatten den Anlass organisiert. Schulkinder zogen mit Glocken ausgerüstet von Haus zu Haus und wünschten ein gutes neues Jahr, Glück und Gesundheit. Die Spenden, die sie entgegen nehmen durften, sind für die Instandstellung der Maschinen in der Schmiede. Sie wird auf die Sommersaison hin neu gestaltet und kann dann den Besucherinnen und Besuchern in frischem „Glanz“ präsentiert werden. Der Vorstand des Museumsvereins bedankt sich bei der Bevölkerung für jede Spende. rz

Der uralte Brauch des Altjohrusschället wurde durch Verantwortliche des Museumsvereins der Gemeinde vor über 30 Jahren wieder aktiviert und seither wird Jahr für Jahr für spezielle Aufgaben des Museums gesammelt.

Die Altjohrusschäller sind am Silvesternachmittag ab 12.30 Uhr in den Dörfern Montlingen, Eichenwies und Oberriet unterwegs. Sie überbringen der Bevölkerung gute Wünsche und sagen den uralten Vers auf: „Mör wünschid eu a guets nöis Johr, dass ör lang läbid, und wenn ör stärbid in Himmil kond.“

Kommenden Silvester werden die Altjohrusschäller für die Instandstellung der Maschinen in der Schmiede gerne Geldspenden entgegen nehmen. Die Schmiede wird auf die Sommersaison hin neu gestaltet, und sie kann dann den Besucherinnen und Besuchern in frischem „Glanz“ präsentiert werden.

Der Start für die Altjohrusschäller findet in Montlingen beim Dorfbrunnen, in Eichenwies beim Museum Rothus und in Oberriet beim Pfarreiheim statt. Als Verantwortliche werden Museumsleiterin Silke Schlör Schlickeiser, Pascale Perrino und Flavio Loher im Einsatz sein. Die Altjohrusschäller freuen sich auf eine wohlwollende Aufnahme und selbstverständlich auch auf viele „Batzen“. rz

 

 

Das wunderbare Herbstwetter lockte überraschend viele Besucherinnen und Besucher ins Museum Rothus. Vor dem Haus bereitete Marco Kluser köstliche Winzernudeln zu. Einheimischer Wein konnte degustiert und gekauft werden. In Carmens Museumsbeizli gab es nicht nur die bereits weitherum bekannte Fürstentorte (nach Geheimrezept von Carmen Zünd) und weitere kulinarische süsse und würzige Köstlichkeiten. Die Ausstellung „Von der Rebe zum Wein – auch ein Stück Oberrieter Geschichte(n)“ konnte zum letzten Mal besichtigt werden. Pascal Graber umrahmte das Fest mit Schwizerörgeliklängen. rz

Das Museum schliesst kommenden Sonntag, 25. Oktober, für dieses Jahr die Türen. Die Museumssaison wird mit einem Abschlussfest gefeiert, wozu alle eingeladen sind. Das Museum ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Zum Thema „Von der Rebe zum Wein, auch ein Stück Oberrieter Geschichte(n)“ passend, werden einheimische Winzer vor Ort sein. Einheimischer Wein wird nebst Winzernudeln angeboten. Zudem wird in Carmens Museumsbeizli eingeladen.

Für Familien steht nach wie vor das Detektivspiel bereit.

Der Eintritt ins Museum ist gratis. 

Die gelernte Innendekorateurin mit Fachrichtung Polsterei Denise Lagger zeigte anhand eines Stuhls, wie auf traditionelle Weise die Polsterei vor sich geht. Zudem hatte sie die dazu gehörenden Materialien ausgestellt und zwei ihrer Arbeitsbücher zur Einsichtnahme aufgelegt. Auf die vielen Fragen der zahlreichen Besucherinnen und Besucher ging die Fachfrau gerne und mit grossem Wissen ein.

Zudem bestand die Möglichkeit, die interessante Ausstellung von „Der Rebe zum Wein, auch ein Stück Oberrieter Geschichte(n)“ zu besichtigen. Diese Ausstellung bleibt bis Saisonende, Sonntag, 25 Oktober. Dann wird auch zum Saisonabschlussfest mit Carmen’s Museumsbeizli eingeladen. rz

Kommenden Sonntag, 27. September, öffnet das Museum von 14 bis 17 Uhr die Türen. Es wird erstmals im Museum das traditionelle Polsterei-Handwerk vorgestellt. Für diese informative Präsentation und zugleich kleine Ausstellung konnte Denise Lagger, gelernte Innendekorateurin mit Fachrichtung Polsterei (Lehrdauer vier Jahre) gewonnen werden. Die in Oberriet aufgewachsene und in Kriessern tätige Berufsfrau zeigt am Sonntag, wie traditionell gepolstert wird. Der Aufbau erfolgt über Jutegurten, die auf das Gestell gespannt werden, zu den Stahlfedern, die mit Schnüren und viel Muskelkraft fixiert werden, bis hin zu den letzten Schritten der Rosshaareinlage und dem Weisstuch. Denise Lagger wird auch diverse Materialien vor Ort haben, und sie informiert über ihre Herstellungsarten. Zudem legt sie ihr Arbeitsbuch, welches sie während der Lehre gemacht hat, zur Einsichtnahme auf. Zusätzlich wird die Polsterei-Fachfrau auch einen fertig gepolsterten Sessel dabei haben. An ihm kann gesehen werden, wie unter den geschickten Händen aus einem alten Möbel ein wunderschönes, modernes Stück entstehen kann.

Die Vernissage zur Ausstellung „Von der Rebe zum Wein, auch ein Stück Oberrieter Geschichte(n)“ stiess auf grosses Interesse.

Dass das Rheintal das grösste Rebbaugebiet im Kanton St. Gallen ist, schien viele zu erstaunen. Wie stark die Rheintaler Winzer sind und wie lange die Geschichte des Rebbaus in diesem Tal ist, zeigten Markus Hardegger, Leiter Fachstelle Weinbau, Landwirtschaftliches Zentrum SG, Rheinhof Salez, in seinem Referat und Museumsleiterin Silke Schlör Schlickeiser in ihrer Vernissagerede auf.

Alfons Ammann, Präsident des Museumsvereins Oberriet, machte in seinem Grusswort darauf aufmerksam, dass nicht der Produktionsvorgang, sondern dass der Referent wie auch die Ausstellung die Geschichte des Rebbaus aufzeigen würden. Gitarristin Rebekka Müller umrahmte die Vernissage.

Rebkultur früher und heute

Im Kanton wird der Rebbau, so Markus Hardegger, in 33 Gemeinden gepflegt. Er zeigte nicht nur mit Worten sondern auch mit Bildern auf, wie die Rebkultur früher und heute gehandhabt wurde. Zudem hatte er vom Rebberg in Frümsen Trauben und frischen, noch nicht ganz süssen Saft mitgebracht. 400 Winzerinnen und Winzer bebauen eine Rebfläche von 220 Hektaren mit 32 Rebsorten im Kanton. 25 Betriebe pflegen die Kelterung. Der Weinbau im Rheintal habe viel Potenzial. „Das Beste, das dem Winzer geschehen kann, ist, wenn die Bevölkerung dahinter steht, wenn sie den einheimischen Wein konsumiert“, sagt Hardegger. Der Weinbau in unserer Region habe eine Zukunft, denn junge, motivierte und gut ausgebildete Rebbäuerinnen und –bauern nehmen sich dem Rebbau mit Liebe zur Sache an. Wie eine Öchslewaage, ein Refraktor funktioniert, demonstrierte der Weinbau-Fachmann.

Blütezeit im 15. Jahrhundert

Während Jahrzehnten bauten in Oberriet, so die Museumsleiterin, viele Bauern nur für den Eigenbedarf Reben an. Eine regelrechte Hochblütezeit in der Region hat der Rebbau im 15. Jahrhundert erlebt.

Silke Schlör wurde durch Jolanda Mattle und das Winzerpaar vom Moos, Gabi und Romeo Weber, für die Ausstellung, welche bis zur Finissage am 25. Oktober dauert, unterstützt. Webers begleiteten den Abend und schenkten ihren Wein aus. Das Ortsmuseum Thal stellte Infotafeln, Gegenstände und ein Modell eines Torkels zur Verfügung. Ein Film vom Ortsmuseum Berneck gibt ebenfalls Einblick in den Rebbau. Eine Wappenscheibe von Abt Gallus Alt (ein Oberrieter) stellt das Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen leihweise zur Verfügung. (rz)