Am Muttertag öffnete das Museum Rothus die Türen für die Saison, welche bis Ende Oktober dauert. In der Ratsstube sind Bilder zum Thema „Lebensfarben“ von der Kunstschaffenden Beate Grever aus Köln ausgestellt, und in der Lüchingerstube in der Scheune sind es Zeichnungen von Jose-Luis Narbaiza. Zahlreiche Besucher kamen, um sich die aussagestarken ganz gegensätzlichen Bilder zu betrachten. Grevers Werke sind kräftig in den Farben im Gegensatz zu Narbaizas, welche mit Bleistift auf Papier festgehalten wurden Die Ausstellung bleibt bis am Sonntag, 22. Mai, dem Internationalen Museumstag. Vor oder nach dem Rundgang bestand Gelegenheit sich in Carmens Museumsbeizli kulinarisch verwöhnen zu lassen und die Gemütlichkeit sowie Kontakte zu pflegen.

Das Museum Rothus lädt am Internationalen Museumstag, 22. Mai, mit einer Ausstellung zum Thema „Alt trifft Neu – Modell 50 meets Smartphone und weitere Überraschungen mit Carmens Museumsbeizli“ ein. (rz)

 

An der Mitgliederversammlung des Museumsvereins Oberriet wurde die grosse Bedeutung der Erhaltung aller Artikel hervorgehoben.

Im Museum Rothus in der Ratsstube eröffnete Präsident Alfons Ammann die Mitgliederversammlung. Sich den Veränderungen und den Herausforderungen stellen, angepasst an die gegebenen Ressourcen, ist das Ziel des Vorstands des Museumsvereins Oberriet. Zukünftige Generationen sollen in den Museumsräumen Vergangenes sehen, lesen, begreifen und zugleich Erfahrungen sammeln können.

Aufbewahren und dokumentieren

Präsident Ammann hat festgestellt, dass das Interesse am Sammeln alter Güter, je mehr der Wohlstand steigt, zunimmt. „Wir erfüllen diese Aufgabe, indem wir Altes aus vielen Lebensbereichen erhalten, pflegen und dokumentieren. Sachen, die Beständigkeit haben, erzählen Geschichte“, machte er aufmerksam. Zugleich wies Ammann auf die grosse Bedeutung der Dokumentation hin. Das Pflegen und Bewahren alter Güter ohne Dokumentation verliert an Wert, an Bedeutung. Auch kommenden Generationen soll gezeigt werden können, wie die Gegenstände funktionierten, für was sie gebraucht wurden.

Schule und Schmiede

Am 8. Mai beginnt die Museumssaison mit einer Bilderausstellung. Als besonders interessant im Veranstaltungskalender werden die Ausstellungen des Oberstufenzentrums Oberriet (im Juni) und „Metallverarbeitung und Schmiedehandwerk“ (ab August bis Ende Oktober) sein. Von Josef Langenegger erhält das Museum eine 100jährige Drechselbank, welche funktionstüchtig ist. „Wir sind froh und dankbar, wenn wir gut erhaltene Gegenstände erhalten“, sagt Alfons Ammann.

Rechnung und Wahl

Die Aufgaben der Museumsverantwortlichen sind in den letzten Jahren markant gestiegen, dies wirkt sich auch im Bereich Finanzen aus. Die Politische Gemeinde trägt mit einem grosszügigen finanziellen Beitrag zur Erhaltung des Museums bei, wie Kassier Emil Zeller, lobend erwähnte. „Wir wollen uns den Veränderungen und den Herausforderungen, angepasst an die Ressourcen, stellen“, versicherten Ammann und Zeller.

Gottlieb Mattle, Ersatzrevisor, wurde als Revisor für die verstorbene Maria Kühnis-Sieber und als Ersatzrevisor Niklaus Loher gewählt. Co-Präsident Alfons Ammann ist neu Präsident.

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wurde ein kleiner Imbiss serviert. (rz)

Für die erste Ausstellung der Saison konnten zwei namhafte Kunstschaffende gewonnen werden. Beate Grever stammt aus Köln und der Baske Jose-Luis Narbaiza wohnt im ehemaligen Restaurant Hirschen im Hard. Beiden ist wichtig, Erlebnisse und Geschehnisse der Zeit beim Malen und Zeichnen in Bildern zu verarbeiten.

Jede freie Minute einsetzen

Sein Tatendrang ist gross, nebst der beruflichen Tätigkeit in einem Betrieb in Berneck versucht Jose-Luis Narbaiza sich fast jede freie Minute beim Zeichnen zu entspannen, Geschehnisse zu verarbeiten. Schon immer, bereits als kleines Kind, habe er gerne gezeichnet. Als vor rund zwei Jahren seine Lebenspartnerin nach schwerer Krankheit verstarb, konnte er, und dies bis heute, nur im Zeichnen und Malen Ablenkung finden. Alles, was sich im Laufe eines Tages oder einer Woche ereignet, verarbeitet der aus dem Baskenland Stammende mit Bleistift, Tusche, Acryl-, Aquarell- und Ölfarben. Es sind vorwiegend realistische Bilder, die unter den geschickten Händen entstehen. In der Ratsstube im Rothus stellt er Bleistift- und Tuschzeichnungen aus. Für ihn ist es das erste Mal, dass er sich in der Schweiz zu einer Ausstellung entschlossen hat.

Schwerpunkt liegt auf der Ölmalerei

Die Kölner Künstlerin Beate Grever entstammt einer künstlerisch-musikalischen Familie mit schlesischen Wurzeln. In Deutschland aufgewachsen, konnte sie durch Vetrautheit zu diesen beiden traditionsreichen Kulturen einen besonderen Blick für viele Seiten des Lebens entwickeln. Auf der Basis von Kunst und Kultur erfolgte eine lebenslange Auseinandersetzung innerhalb dieses Spannungsverhältnisses ähnlicher und unterschiedlicher Ansichten und Lebensweisen. Neben ihren Studien des klassischen Gesangs und der Wirtschaftswissenschaften widmete sie sich mit Leidenschaft und Akribie der schöpferischen Tätigkeit auf Papier und Leinwand und verfeinerte ihre Techniken bei Professor Jürgen Knabe in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der abstrakten Ölmalerei. Die Verwendung von klaren, intensiven Farben sowie die Kombination von Techniken und Stilmitteln stehen im Vordergrund und münden bewusst in Stilbrüchen, im Spannungsfeld von Formwerdung und Formauflösung. Ansätze der informellen Kunst werden deutlich.

Auch bei Beate Grever regen immer wieder einschneidende Erlebnisse, Geschehnisse der Zeit und das Leben selbst zum Nachdenken und Umdenken an. Ihr Anliegen ist, dass sie die Betrachter mit ihren Werken zu bewegen und berühren vermag.

Die Ausstellung ist an den Sonntagen, 8. und 22. Mai je von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Jose-Luis Narbaiza ist an beiden Tagen, Beate Grever nur am 8. Mai, anwesend. An beiden Daten wird auch in Carmens Museumsbeizli eingeladen.

 

Kinder sind eingeladen

Ein besonders interessantes Angebot machen die beiden Künstler allen Kindern, die gerne zeichnen oder malen. Am Sonntag, 8. Mai, können sie sich in diesen Tätigkeiten im Museum üben, dabei geben die Künstler ihnen gerne Tipps, und sie werden die Kinder in ihrem Schaffen unterstützen und motivieren, daran zu bleiben und sich weiter zu entfalten. Dieses Angebot ist genauso wie der Eintritt ins Museum unentgeltlich.

Am Freitag, dem 29. April, findet um 19.30 Uhr im Museum Rothus die Mitgliederversammlung statt. An dieser Versammlung können auch Nicht-Mitglieder teilnehmen. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wird zu einem Umtrunk eingeladen. Dabei besteht die Möglichkeit, Kontakt mit den Museumsverantwortlichen zu pflegen.

            

                                                                    

29.04.     Mitgliederversammlung

08.05.     Gemeinschaftsausstellung: "Lebensfarben" - Die Kölner Künstlerin Beate Grever und                      

               Jose Luis Narbaiza aus Hard stellen ihre Bilder vor mit Carmen`s Museumsbeizli

22.05.     Internationaler Museumstag: Entdecken Sie Ihr Lieblingsmuseum. Schweizer Museen.    

               Unvergleichlich reichlich.

               Alt trifft Neu - Modell 50 meets Smartphone und weitere Überraschungen mit 

               Carmen`s Museumsbeizli

03.06.     Vernissage: OZO im Museum

12.06.     OZO im Museum mit Carmen`s Museumsbeizli

25.06.     OZO im Museum - Sonderöffnung (11-14 Uhr)

26.06.     OZO im Museum

26.08.     Vernissage zur Ausstellung "Metallkünstler zu Gast im Rothus"

28.08.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“ mit Carmen`s Museumsbeizli“

11.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

25.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

09.10.    „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

23.10.     Saisonabschlussfest mit Carmen`s Museumsbeizli

31.12.     Altjohrusschället

 

Das Museum ist jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Öffnungszeiten an besonderen Anlässen entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder unter www.museum-oberriet.ch.

 

Führungen nach Vereinbarung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der Museumsleiterin!

Änderungen bleiben vorbehalten.

Den uralten Brauch des Altjohrusschället wurde am Silvesternachmittag in Oberriet, Eichenwies und Montlingen gepflegt. Verantwortliche des Museumsvereins hatten den Anlass organisiert. Schulkinder zogen mit Glocken ausgerüstet von Haus zu Haus und wünschten ein gutes neues Jahr, Glück und Gesundheit. Die Spenden, die sie entgegen nehmen durften, sind für die Instandstellung der Maschinen in der Schmiede. Sie wird auf die Sommersaison hin neu gestaltet und kann dann den Besucherinnen und Besuchern in frischem „Glanz“ präsentiert werden. Der Vorstand des Museumsvereins bedankt sich bei der Bevölkerung für jede Spende. rz

Der uralte Brauch des Altjohrusschället wurde durch Verantwortliche des Museumsvereins der Gemeinde vor über 30 Jahren wieder aktiviert und seither wird Jahr für Jahr für spezielle Aufgaben des Museums gesammelt.

Die Altjohrusschäller sind am Silvesternachmittag ab 12.30 Uhr in den Dörfern Montlingen, Eichenwies und Oberriet unterwegs. Sie überbringen der Bevölkerung gute Wünsche und sagen den uralten Vers auf: „Mör wünschid eu a guets nöis Johr, dass ör lang läbid, und wenn ör stärbid in Himmil kond.“

Kommenden Silvester werden die Altjohrusschäller für die Instandstellung der Maschinen in der Schmiede gerne Geldspenden entgegen nehmen. Die Schmiede wird auf die Sommersaison hin neu gestaltet, und sie kann dann den Besucherinnen und Besuchern in frischem „Glanz“ präsentiert werden.

Der Start für die Altjohrusschäller findet in Montlingen beim Dorfbrunnen, in Eichenwies beim Museum Rothus und in Oberriet beim Pfarreiheim statt. Als Verantwortliche werden Museumsleiterin Silke Schlör Schlickeiser, Pascale Perrino und Flavio Loher im Einsatz sein. Die Altjohrusschäller freuen sich auf eine wohlwollende Aufnahme und selbstverständlich auch auf viele „Batzen“. rz

 

 

Das wunderbare Herbstwetter lockte überraschend viele Besucherinnen und Besucher ins Museum Rothus. Vor dem Haus bereitete Marco Kluser köstliche Winzernudeln zu. Einheimischer Wein konnte degustiert und gekauft werden. In Carmens Museumsbeizli gab es nicht nur die bereits weitherum bekannte Fürstentorte (nach Geheimrezept von Carmen Zünd) und weitere kulinarische süsse und würzige Köstlichkeiten. Die Ausstellung „Von der Rebe zum Wein – auch ein Stück Oberrieter Geschichte(n)“ konnte zum letzten Mal besichtigt werden. Pascal Graber umrahmte das Fest mit Schwizerörgeliklängen. rz