Anlässlich einer Vernissage fand am Freitagabend der Auftakt zur Ausstellung „OZO im Museum“ statt. 100 Werke sind im Estrich in der Scheune ausgestellt.

Das Interesse war überwältigend, Kopf an Kopf standen die Besucherinnen und Besucher, vom kleinen Kind bis zur 103Jährigen. Die ausgestellten 100 von insgesamt 250 Werken sind das Resultat und der Höhepunkt eines generationenübergreifenden Projekts. Die Schülerinnen und Schüler aller Klassen des Oberstufenzentrums Oberriet setzten sich mit dem Projekt „10 x 10 Jahrzehnt“ auseinander.

Ein Kennenlernen über Generationen

Alfons Ammann, Präsident des Museumsvereins, ging in seiner Ansprache den Fragen nach, welche Rolle Kunst im Leben spielt, weshalb Schüler im Museum Kunst ausstellen. Ein Ziel mit diesem Projekt sei auf eindrücklichste Weise erreicht, nämlich das Generationen Verbindende, und dass Schüler ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zeigen können. Das Museum habe nicht nur den Auftrag, Vergangenes zu bewahren, sondern sich auch mit der Gegenwart auseinander zu setzen.

Das Resultat der Auseinandersetzung mit „10 x 10“ sei ein Streifzug durch die Gesellschaft von Oberriet. Auf einer klar definierten Holzplatte mussten, so Karl Loher, Präsident der Oberstufenschulgemeinde, die Schüler ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Kreativität zum Ausdruck bringen.

Potential und Kreativität

Jedem Schüler wurde ein Jahrzehnt zugeteilt, frei hatte er dann einen Gesprächspartner zu suchen. Viele von ihnen nahmen an der Vernissage teil. Loher weiter: „Die aufkommenden Gefühle nach einem intensiven Gespräch auf einer Holzplatte festzuhalten ist sehr aussergewöhnlich. Das Erlebte farblich, abstrakt umzusetzen, sagt oft mehr als seitenlange Aufsätze und berührt zudem die Betrachter auf vielfältige Weise.“ Er befürworte sehr, dass die Schule sich mit dem Thema Kunst und Gestaltung auseinandersetze, denn in der Jugend stecke viel Potential und Kreativität, welche leider zu oft anderen Interessen zum Opfer fallen. „Als Schule erkennen und fördern wir Talente“, versicherte Loher und machte damit auf das Angebot der Talentschule in Altstätten aufmerksam.

Tour d’horizon

Die Kunstwerke, zusammen mit den schriftlichen Informationen, werden bis Samstag 25. Juni, (11 – 14 Uhr) und Sonntag, 26. Juni, (14 – 17 Uhr) im Museum und dann im OZO ausgestellt. „Die Auswahl zeigt die Tour d’horizon der Bevölkerung auf“, sagt Stefan Portmann, Lehrer im Fach Werken. Die Bilder bekämen zusammen mit dem Text eine grosse Tiefe. Diese Arbeit sei für alle nicht nur spannend gewesen, sondern alle hätten voneinander gelernt. Aus bearbeiteten Rohlingen seien ausdrucksstarke, abstrakte Werke, die nicht unterschiedlicher sein könnten, entstanden, so Portmann. (rz)

 Tabea Kluser vom Kobelwies fand in der 103jährigen Lina Büchel-Wüst eine aufmerksame Gesprächspartnerin, welche auch an der Vernissage teilnahm.

 

Ab kommendem Freitag werden 100 Werke von Schülerinnen und Schülern aller Klassen des Oberstufenzentrums Oberriet ausgestellt sein

 

Die junge Generation mit ins „Musems-Boot“ holen, war das Ziel, als  vor zwei Jahren erstmals das Oberstufenzentrum Montlingen im Rothus Werke ausstellte. Letztes Jahr war es die Primarschule Kobelwald, die mit grosser Kreativität und Schaffenskraft Arbeiten präsentierte. Am Freitag, 3. Juni, 18 Uhr, wird anlässlich einer öffentlichen Vernissage die Ausstellung des OZO eröffnet.

Tour d’Horizon

Sämtliche Schülerinnen und Schüler aller Klassen des OZO sind an der neuen Ausstellung beteiligt. 100 Werke werden gezeigt und zu jedem wird es eine schriftliche Information geben. Es sind Arbeiten bildnerischer und schriftlicher Kreativität. Besonders interessant wird bestimmt die „Tour d’Horizon“. Auf dieser „Tour“ werden Werke zu besichtigen sein, die einen Durchschnitt durch die Gesellschaftsschicht von Oberriet aufzeigt. Zehn Tafeln mit jeweils zehn Werken aus einem Jahrzehnt werden gezeigt. Interessant sind dabei die dazugehörenden Überlegungen und die Geschichten, die hinter diesen Arbeiten stehen.

OZO und Carmens Museumsbeizli

Die Ausstellung des OZO ist an den Sonntagen, 12. und 26. Juni, je von 14 bis 17 Uhr und am Samstag. 25. Juni, von 11 bis 14 Uhr geöffnet. In Carmens Museumsbeizli wird am Sonntag, 12. Juni eingeladen. Führungen sind nach Vereinbarung mit der Museumsleiterin Silke Schlör Schlickeiser möglich. (rz)

 

Schüler des OZO

 

03.06.     Vernissage: OZO im Museum

12.06.     OZO im Museum mit Carmen`s Museumsbeizli

25.06.     OZO im Museum - Sonderöffnung (11-14 Uhr)

26.06.     OZO im Museum

26.08.     Vernissage zur Ausstellung "Metallkünstler zu Gast im Rothus"

28.08.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“ mit Carmen`s Museumsbeizli“

11.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

25.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“mit Carmen`s Museumsbeizli

09.10.    „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

23.10.     Saisonabschlussfest mit Carmen`s Museumsbeizli

31.12.     Altjohrusschället

 

Das Museum ist jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Öffnungszeiten an besonderen Anlässen entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder unter www.museum-oberriet.ch.

 

Führungen nach Vereinbarung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der Museumsleiterin!

Änderungen bleiben vorbehalten.

„Alt trifft Neu – Modell 50 meets Smartphone" und weitere Überraschungen mit Carmens Museumsbeizli“

geöffnet von 14 Uhr bis 17 Uhr

Malen für Kinder

freier Eintritt

Ausstellung "Lebensfarben" von Beate Grever und Jose Luis Narbaiza letztmalig geöffnet

 

Am Muttertag öffnete das Museum Rothus die Türen für die Saison, welche bis Ende Oktober dauert. In der Ratsstube sind Bilder zum Thema „Lebensfarben“ von der Kunstschaffenden Beate Grever aus Köln ausgestellt, und in der Lüchingerstube in der Scheune sind es Zeichnungen von Jose-Luis Narbaiza. Zahlreiche Besucher kamen, um sich die aussagestarken ganz gegensätzlichen Bilder zu betrachten. Grevers Werke sind kräftig in den Farben im Gegensatz zu Narbaizas, welche mit Bleistift auf Papier festgehalten wurden Die Ausstellung bleibt bis am Sonntag, 22. Mai, dem Internationalen Museumstag. Vor oder nach dem Rundgang bestand Gelegenheit sich in Carmens Museumsbeizli kulinarisch verwöhnen zu lassen und die Gemütlichkeit sowie Kontakte zu pflegen.

Das Museum Rothus lädt am Internationalen Museumstag, 22. Mai, mit einer Ausstellung zum Thema „Alt trifft Neu – Modell 50 meets Smartphone und weitere Überraschungen mit Carmens Museumsbeizli“ ein. (rz)

 

An der Mitgliederversammlung des Museumsvereins Oberriet wurde die grosse Bedeutung der Erhaltung aller Artikel hervorgehoben.

Im Museum Rothus in der Ratsstube eröffnete Präsident Alfons Ammann die Mitgliederversammlung. Sich den Veränderungen und den Herausforderungen stellen, angepasst an die gegebenen Ressourcen, ist das Ziel des Vorstands des Museumsvereins Oberriet. Zukünftige Generationen sollen in den Museumsräumen Vergangenes sehen, lesen, begreifen und zugleich Erfahrungen sammeln können.

Aufbewahren und dokumentieren

Präsident Ammann hat festgestellt, dass das Interesse am Sammeln alter Güter, je mehr der Wohlstand steigt, zunimmt. „Wir erfüllen diese Aufgabe, indem wir Altes aus vielen Lebensbereichen erhalten, pflegen und dokumentieren. Sachen, die Beständigkeit haben, erzählen Geschichte“, machte er aufmerksam. Zugleich wies Ammann auf die grosse Bedeutung der Dokumentation hin. Das Pflegen und Bewahren alter Güter ohne Dokumentation verliert an Wert, an Bedeutung. Auch kommenden Generationen soll gezeigt werden können, wie die Gegenstände funktionierten, für was sie gebraucht wurden.

Schule und Schmiede

Am 8. Mai beginnt die Museumssaison mit einer Bilderausstellung. Als besonders interessant im Veranstaltungskalender werden die Ausstellungen des Oberstufenzentrums Oberriet (im Juni) und „Metallverarbeitung und Schmiedehandwerk“ (ab August bis Ende Oktober) sein. Von Josef Langenegger erhält das Museum eine 100jährige Drechselbank, welche funktionstüchtig ist. „Wir sind froh und dankbar, wenn wir gut erhaltene Gegenstände erhalten“, sagt Alfons Ammann.

Rechnung und Wahl

Die Aufgaben der Museumsverantwortlichen sind in den letzten Jahren markant gestiegen, dies wirkt sich auch im Bereich Finanzen aus. Die Politische Gemeinde trägt mit einem grosszügigen finanziellen Beitrag zur Erhaltung des Museums bei, wie Kassier Emil Zeller, lobend erwähnte. „Wir wollen uns den Veränderungen und den Herausforderungen, angepasst an die Ressourcen, stellen“, versicherten Ammann und Zeller.

Gottlieb Mattle, Ersatzrevisor, wurde als Revisor für die verstorbene Maria Kühnis-Sieber und als Ersatzrevisor Niklaus Loher gewählt. Co-Präsident Alfons Ammann ist neu Präsident.

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wurde ein kleiner Imbiss serviert. (rz)

Für die erste Ausstellung der Saison konnten zwei namhafte Kunstschaffende gewonnen werden. Beate Grever stammt aus Köln und der Baske Jose-Luis Narbaiza wohnt im ehemaligen Restaurant Hirschen im Hard. Beiden ist wichtig, Erlebnisse und Geschehnisse der Zeit beim Malen und Zeichnen in Bildern zu verarbeiten.

Jede freie Minute einsetzen

Sein Tatendrang ist gross, nebst der beruflichen Tätigkeit in einem Betrieb in Berneck versucht Jose-Luis Narbaiza sich fast jede freie Minute beim Zeichnen zu entspannen, Geschehnisse zu verarbeiten. Schon immer, bereits als kleines Kind, habe er gerne gezeichnet. Als vor rund zwei Jahren seine Lebenspartnerin nach schwerer Krankheit verstarb, konnte er, und dies bis heute, nur im Zeichnen und Malen Ablenkung finden. Alles, was sich im Laufe eines Tages oder einer Woche ereignet, verarbeitet der aus dem Baskenland Stammende mit Bleistift, Tusche, Acryl-, Aquarell- und Ölfarben. Es sind vorwiegend realistische Bilder, die unter den geschickten Händen entstehen. In der Ratsstube im Rothus stellt er Bleistift- und Tuschzeichnungen aus. Für ihn ist es das erste Mal, dass er sich in der Schweiz zu einer Ausstellung entschlossen hat.

Schwerpunkt liegt auf der Ölmalerei

Die Kölner Künstlerin Beate Grever entstammt einer künstlerisch-musikalischen Familie mit schlesischen Wurzeln. In Deutschland aufgewachsen, konnte sie durch Vetrautheit zu diesen beiden traditionsreichen Kulturen einen besonderen Blick für viele Seiten des Lebens entwickeln. Auf der Basis von Kunst und Kultur erfolgte eine lebenslange Auseinandersetzung innerhalb dieses Spannungsverhältnisses ähnlicher und unterschiedlicher Ansichten und Lebensweisen. Neben ihren Studien des klassischen Gesangs und der Wirtschaftswissenschaften widmete sie sich mit Leidenschaft und Akribie der schöpferischen Tätigkeit auf Papier und Leinwand und verfeinerte ihre Techniken bei Professor Jürgen Knabe in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der abstrakten Ölmalerei. Die Verwendung von klaren, intensiven Farben sowie die Kombination von Techniken und Stilmitteln stehen im Vordergrund und münden bewusst in Stilbrüchen, im Spannungsfeld von Formwerdung und Formauflösung. Ansätze der informellen Kunst werden deutlich.

Auch bei Beate Grever regen immer wieder einschneidende Erlebnisse, Geschehnisse der Zeit und das Leben selbst zum Nachdenken und Umdenken an. Ihr Anliegen ist, dass sie die Betrachter mit ihren Werken zu bewegen und berühren vermag.

Die Ausstellung ist an den Sonntagen, 8. und 22. Mai je von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Jose-Luis Narbaiza ist an beiden Tagen, Beate Grever nur am 8. Mai, anwesend. An beiden Daten wird auch in Carmens Museumsbeizli eingeladen.

 

Kinder sind eingeladen

Ein besonders interessantes Angebot machen die beiden Künstler allen Kindern, die gerne zeichnen oder malen. Am Sonntag, 8. Mai, können sie sich in diesen Tätigkeiten im Museum üben, dabei geben die Künstler ihnen gerne Tipps, und sie werden die Kinder in ihrem Schaffen unterstützen und motivieren, daran zu bleiben und sich weiter zu entfalten. Dieses Angebot ist genauso wie der Eintritt ins Museum unentgeltlich.

Am Freitag, dem 29. April, findet um 19.30 Uhr im Museum Rothus die Mitgliederversammlung statt. An dieser Versammlung können auch Nicht-Mitglieder teilnehmen. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil wird zu einem Umtrunk eingeladen. Dabei besteht die Möglichkeit, Kontakt mit den Museumsverantwortlichen zu pflegen.