Wagner, Schuhmacher und Schmied - vor einhundert Jahren gehörten die Landhandwerker und ihre Werkstätten noch ganz selbstverständlich zum Dorfleben.

Im Museum Rothus wird die einstige Vielfalt des dörflichen Handwerks und seiner Erzeugnisse in Oberriet vorgestellt und gibt Einblick in das Alltagsleben der Landhandwerker und ihrer Familien gegeben.

In der originalgetreuen Schuhmacherei, in der neu eingerichteten Schmiede mit dem dröhnenden Schmiedehammer und der Wagnerei entdecken Sie eine heute (fast) verschwundene Welt.

Anlässlich der Neueröffnung der Schmiede werden 11 Aussteller ihre Werke in den Museumsräumen unter dem Titel „Metallkünstler zu Gast im Museum Rothus“ präsentieren.

Gemeinsam ist ihnen die Faszination am Werkstoff Metall. Durch ihre Kreativität und der unterschiedlichen Herangehens- und Verarbeitungsweise wird der Funke auch auf die Besucher überspringen und sie für diese Kunst begeistern können.

Es werden Schmiedearbeiten von den Brüdern Marcel und Raphael Ammann, Andreas Buschor, Christoph Friedrich und Guido Benz zu sehen sein. Eisenplastiken werden von Edgar Büchel und Spallo Kolb ausgestellt und Silvan Köppel präsentiert eine seiner Plastiken im Zwiegespräch mit einem Asphaltbild von Daniel Stiefel. Hubert Müller und Ursula Cristuzzi begeistern mit ihren Gussarbeiten.

Die Vernissage findet am Freitag 26. August, um 19 Uhr im Museum Rothus in Oberriet statt und die Laudatio wird Walter Hess, alt Gemeinderatspräsident halten. Die Ausstellung ist am folgenden Sonntag, dem 28. Oktober von 14 bis 17 Uhr geöffnet und auch das Museumsbeizli lädt an diesem Tag zu einem gemütlichen Kafi und Kuchen ein. Die beiden Künstler Ursula Cristuzzi und Guido Benz werden vor Ort sein und freuen sich auf die Begegnung mit den BesucherInnen.

Ursula Cristuzzi aus Widnau ist eine vielseitige Künstlerin, welche sich mit unterschiedlichen Materialien auseinandersetzt. Neben der Stein-Holz- und Metallverarbeitung hat sie sich ebenfalls mit der Papier- und Textilverarbeitung auseinandergesetzt und dies wird in ihren Kunstwerken spürbar. Ein Schwerpunkt ihres Schaffens bildet darum auch die Malerei. Durch verschiedene Ausstellungen im Rheintal ist sie dem hiesigen Publikum bereits vertraut.

Guido Benz aus Balgach ist vielen als jahrelanger Organisator der BalgArt bekannt. Seit dem Jahr 2000 hat er schon einige weitere Ausstellungen in der näheren Umgebung, aber auch im Ausland organisieren können. In seinem Atelier in Balgach entstehen in reiner Handarbeit viele Skulpturen aus Metall und Bronze als Unikate. Ihre farbenfrohe Ausgestaltung weckt Lebensfreude.

Ein Highlight der Ausstellung wird ganz sicher das Schmieden unter freiem Himmel sein, das am 25. September vor dem Museum stattfinden wird. Weitere Öffnungstermine sind der 11. September, 9. Oktober und das Schlussfest am 23. Oktober. Führungen können mit der Museumsleiterin Silke Schlör ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) vereinbart werden.

Anlässlich einer Vernissage fand am Freitagabend der Auftakt zur Ausstellung „OZO im Museum“ statt. 100 Werke sind im Estrich in der Scheune ausgestellt.

Das Interesse war überwältigend, Kopf an Kopf standen die Besucherinnen und Besucher, vom kleinen Kind bis zur 103Jährigen. Die ausgestellten 100 von insgesamt 250 Werken sind das Resultat und der Höhepunkt eines generationenübergreifenden Projekts. Die Schülerinnen und Schüler aller Klassen des Oberstufenzentrums Oberriet setzten sich mit dem Projekt „10 x 10 Jahrzehnt“ auseinander.

Ein Kennenlernen über Generationen

Alfons Ammann, Präsident des Museumsvereins, ging in seiner Ansprache den Fragen nach, welche Rolle Kunst im Leben spielt, weshalb Schüler im Museum Kunst ausstellen. Ein Ziel mit diesem Projekt sei auf eindrücklichste Weise erreicht, nämlich das Generationen Verbindende, und dass Schüler ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zeigen können. Das Museum habe nicht nur den Auftrag, Vergangenes zu bewahren, sondern sich auch mit der Gegenwart auseinander zu setzen.

Das Resultat der Auseinandersetzung mit „10 x 10“ sei ein Streifzug durch die Gesellschaft von Oberriet. Auf einer klar definierten Holzplatte mussten, so Karl Loher, Präsident der Oberstufenschulgemeinde, die Schüler ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Kreativität zum Ausdruck bringen.

Potential und Kreativität

Jedem Schüler wurde ein Jahrzehnt zugeteilt, frei hatte er dann einen Gesprächspartner zu suchen. Viele von ihnen nahmen an der Vernissage teil. Loher weiter: „Die aufkommenden Gefühle nach einem intensiven Gespräch auf einer Holzplatte festzuhalten ist sehr aussergewöhnlich. Das Erlebte farblich, abstrakt umzusetzen, sagt oft mehr als seitenlange Aufsätze und berührt zudem die Betrachter auf vielfältige Weise.“ Er befürworte sehr, dass die Schule sich mit dem Thema Kunst und Gestaltung auseinandersetze, denn in der Jugend stecke viel Potential und Kreativität, welche leider zu oft anderen Interessen zum Opfer fallen. „Als Schule erkennen und fördern wir Talente“, versicherte Loher und machte damit auf das Angebot der Talentschule in Altstätten aufmerksam.

Tour d’horizon

Die Kunstwerke, zusammen mit den schriftlichen Informationen, werden bis Samstag 25. Juni, (11 – 14 Uhr) und Sonntag, 26. Juni, (14 – 17 Uhr) im Museum und dann im OZO ausgestellt. „Die Auswahl zeigt die Tour d’horizon der Bevölkerung auf“, sagt Stefan Portmann, Lehrer im Fach Werken. Die Bilder bekämen zusammen mit dem Text eine grosse Tiefe. Diese Arbeit sei für alle nicht nur spannend gewesen, sondern alle hätten voneinander gelernt. Aus bearbeiteten Rohlingen seien ausdrucksstarke, abstrakte Werke, die nicht unterschiedlicher sein könnten, entstanden, so Portmann. (rz)

 Tabea Kluser vom Kobelwies fand in der 103jährigen Lina Büchel-Wüst eine aufmerksame Gesprächspartnerin, welche auch an der Vernissage teilnahm.

 

Ab kommendem Freitag werden 100 Werke von Schülerinnen und Schülern aller Klassen des Oberstufenzentrums Oberriet ausgestellt sein

 

Die junge Generation mit ins „Musems-Boot“ holen, war das Ziel, als  vor zwei Jahren erstmals das Oberstufenzentrum Montlingen im Rothus Werke ausstellte. Letztes Jahr war es die Primarschule Kobelwald, die mit grosser Kreativität und Schaffenskraft Arbeiten präsentierte. Am Freitag, 3. Juni, 18 Uhr, wird anlässlich einer öffentlichen Vernissage die Ausstellung des OZO eröffnet.

Tour d’Horizon

Sämtliche Schülerinnen und Schüler aller Klassen des OZO sind an der neuen Ausstellung beteiligt. 100 Werke werden gezeigt und zu jedem wird es eine schriftliche Information geben. Es sind Arbeiten bildnerischer und schriftlicher Kreativität. Besonders interessant wird bestimmt die „Tour d’Horizon“. Auf dieser „Tour“ werden Werke zu besichtigen sein, die einen Durchschnitt durch die Gesellschaftsschicht von Oberriet aufzeigt. Zehn Tafeln mit jeweils zehn Werken aus einem Jahrzehnt werden gezeigt. Interessant sind dabei die dazugehörenden Überlegungen und die Geschichten, die hinter diesen Arbeiten stehen.

OZO und Carmens Museumsbeizli

Die Ausstellung des OZO ist an den Sonntagen, 12. und 26. Juni, je von 14 bis 17 Uhr und am Samstag. 25. Juni, von 11 bis 14 Uhr geöffnet. In Carmens Museumsbeizli wird am Sonntag, 12. Juni eingeladen. Führungen sind nach Vereinbarung mit der Museumsleiterin Silke Schlör Schlickeiser möglich. (rz)

 

Schüler des OZO

 

03.06.     Vernissage: OZO im Museum

12.06.     OZO im Museum mit Carmen`s Museumsbeizli

25.06.     OZO im Museum - Sonderöffnung (11-14 Uhr)

26.06.     OZO im Museum

26.08.     Vernissage zur Ausstellung "Metallkünstler zu Gast im Rothus"

28.08.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“ mit Carmen`s Museumsbeizli“

11.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

25.09.     „Metallkünstler zu Gast im Rothus“mit Carmen`s Museumsbeizli

09.10.    „Metallkünstler zu Gast im Rothus“

23.10.     Saisonabschlussfest mit Carmen`s Museumsbeizli

31.12.     Altjohrusschället

 

Das Museum ist jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Öffnungszeiten an besonderen Anlässen entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder unter www.museum-oberriet.ch.

 

Führungen nach Vereinbarung. Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit der Museumsleiterin!

Änderungen bleiben vorbehalten.

„Alt trifft Neu – Modell 50 meets Smartphone" und weitere Überraschungen mit Carmens Museumsbeizli“

geöffnet von 14 Uhr bis 17 Uhr

Malen für Kinder

freier Eintritt

Ausstellung "Lebensfarben" von Beate Grever und Jose Luis Narbaiza letztmalig geöffnet